Peeling
Eine seidenweiche, rosig schimmernde Haut trägt wesentlich zur Schönheit eines Gesichts bei. Ein Peeling (engl.„to peel“ bedeutet „Schälen“) ist eine Methode der Kosmetik, um die Haut mit Hilfe von „Schleifkörpern“ in Cremes und Gels zu reinigen und Hornschüppchen zu entfernen. Dies bewirkt eine Verfeinerung des Hautbildes, regt die Zellerneuerung der Haut an und kann zarte Fältchen glätten. Die mechanischen, chemischen und biologischen Peelings sollten auf das individuelle Hautbild abgestimmt werden. Chemische Peelings mit Fruchtsäurengehalt über drei bis vier Prozent sollten nicht selbst angewendet werden, sondern nur von Hausärzten oder Fachärzten für Plastische Chirurgie (Dermabrasion) durchgeführt werden. Unter Dermabrasion versteht man das Abschleifen der Haut mit hochtourigen Schleifgeräten oder mit Sandpapier. Eine sehr edle Form ist das Diamant-Peeling, bei dem gemahlende Diamanten die verhornten Hautschüppchen entfernen.
Von der selbsterstellten Peelingmasse zum „Designed Peeling“
Beim mechanischen Peeling werden durch kugelförmige Bestandteile oder Schleifkörper, wie z.B. Meersalz die obere Hautschicht „abgeschält“. Durch die Massage der Haut wird die Durchblutung angeregt. Dies führt zu den begehrten Peelingeffekten wie Vitalisierung der Haut, einer Art „Verjüngung“ des Hautbildes sowie einem Gefühl von Wellness. Die positive Wirkung auf die Gesundheit beinhaltet die Aktivierung des Zellstoffwechsels durch das Peeling und auch das Bindegewebe wird gefestigt. Das mechanische Peeling wird auch als Abrasiva, Exfoliating Creme oder einfach als Rubbelcreme bezeichnet. Ein weiterer Vorteil des Peelings ist es, dass die pflegenden Wirkstoffe der Kosmetikprodukte, z.B. eine Creme-Maske, besser von der Haut aufgenommen werden. Eine preiswerte Lösung ist es, aus Olivenöl oder Milch mit Zusatz von Traubenkernmehl oder Salz eine Peeling-Paste selbst anzurühren. Beim „Designed Peeling“ werden die individuellen Besonderheiten des Hautbildes beachtet, z.B. bei feinporiger Haut sollten nur Peelings mit Mikroschleifpartikel benutzt werden. Aus der detaillierten Hautanalyse ergeben sich auch Hinweise zur sinnvollen Vorbehandelung und der Pflege der Haut nach dem Peeling.
Das chemische Peeling – erfordert in hoher Konzentration fachärztliches Können
Chemisches Peeling erfolgt mittels Fruchtsäuren, vor allem a-Hydroxysäuren (AHAs), aber auch Milchsäuren, Zitronensäuren und Trichloressigsäure (TCA). Die Fruchtsäuren lockern die Schicht der Hornschüppchen auf und erleichtern ihre Abstoßung. Ähnlich wirkt auch das biologische Peeling, jedoch über Fett- und Eiweißspaltende Enzyme. Neue Hautzellen wachsen nach. Wird das Peeling zu oft, mehr als ein Mal in der Woche durchgeführt, kann mit einer zunehmenden Verhornung die gegenteilige Wirkung eintreten. Mit chemischen Peelings können einige Nebenwirkungen wie Rötung, Juckreiz und Pigmentstörungen verbunden sein. Nach dem Peeling sollte die Pflege der Haut mit Cremes beachtet werden. Rauchen kann das Risiko der Narbenbildung erhöhen. Peelings entfalten ihre positive Wirkung als Gesichts- und als Körperpeeling, z.B. bei verhornten Knien und Ellenbogen und vor dem Auftragen von Selbstbräuner.