Parfüm
Bereits im alten Ägypten wurden edle Düfte bei kultischen Handlungen als Opfer für die Götter eingesetzt. Dazu wurden aufwändige Zubereitungen aus vielen edlen Zutaten bereitet, darunter Zimt, Ambra, Myrrhe, Sandelholz und Rosenblätter. Die Beschaffung der Ausgangsmaterialien war kostspielig und zeitraubend. Auch in Indien, dem Ursprungsland eines Großteils der oben genannten Zutaten, wurde Kosmetik großgeschrieben. Bereits im Kamasutra wird auf die Bedeutung von Hygiene und Pflege hingewiesen.
Mit den Kreuzzügen kamen die ersten Parfüms nach Europa, wo alsbald angenehmer Duft mit Gesundheit gleichgestellt wurde. Während der Adel Parfüm durchaus aus ästhetischen Gründen verwenden durfte, benutzte der einfache Bürger es, um üble Gerüche zu übertönen.
Im 15. Jahrhundert wurde mit der Vervollkommnung der Destillationsmethode die Verwendung von ätherischen Ölen in konzentrierter Form ermöglicht, und so einer weiteren Verbreitung von Parfüms und parfümierten Produkten der Weg bereitet.
Aus unserer Welt ist Parfüm nicht mehr wegzudenken – Wellness ohne Wohlgeruch ist undenkbar. Parfüms in ihrer heutigen Form werden aus drei Hauptbestandteilen komponiert, die im Zusammenspiel ihre volle Wirkung entfalten.
Beim ersten Auftragen eines Parfüms nimmt man seine Kopfnote wahr, ein angenehm frisches, aber schnell verfliegendes Aroma. Nach etwa zehn Minuten entwickelt sich die Herznote voll, während die Basisnote erst etwa eine Stunde nach dem Auftragen zur Geltung kommt und sich über Stunden hält. Dann erst zeigt sich, ob das Parfüm gefällt und zum Typ des Trägers passt. Das richtige Parfüm zu finden bedeutet also, Geduld und Zeit mitzubringen. Informationen rund um das Thema Parfüm finden sie in jedem Parfumerie-Shop.
Aufbewahren sollte man das sensible, lichtempfindliche Produkt am besten im Originalkarton. Auch Temperaturschwankungen verträgt es nicht gut, weshalb es sowohl vor Hitze als auch Kälte zu schützen ist. Dass ein Parfüm an jedem Menschen anders riecht, liegt an der unterschiedlichen Ernährung, dem Hormonstatus und den verschiedenen Hauttypen. Daher sollte man beim Kauf eines Parfüms folgendes beachten: Fruchtige, frische Düfte eignen sich besonders bei empfindlicher Haut, während fettige Haut kräftige Düfte, die Zimt, Jasmin oder Ylang-Ylang enthalten, besonders gut zur Geltung bringt. An trockener Haut haftet Parfüm leider nicht lange. Hier ist es ratsam, vor dem Aufsprühen des Parfüms eine fetthaltige Crème oder Lotion aufzutragen.
Es bietet sich an, Parfüm und vor allem für unsere Herren den Herrenduft nach dem Duschen aufzusprühen, da die durch die Wärme weit geöffneten Hautporen den Duft besonders gut aufnehmen können. Auch sollte man sich vor dem Auftragen des Perfums nicht schminken, da Puder und Rouge zu kürzer anhaltender Geruchswirkung führen.
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