Haarausfall
Haarausfall (medizinisch als Alopezie bezeichnet) ist eine sehr häufige Erscheinung, die einen Großteil der Menschen in einem Lebensabschnitt betrifft. Wichtig ist zu beachten, dass Haarausfall erst dann ein ernsthaftes Symptom ist, wenn langfristig über mehrere Monate hinweg mehr Haare ausfallen als nachwachsen. Die in manchen Quellen genannte Zahl von 100 Haaren täglich ist mit Vorsicht aufzunehmen, da bei dünnem Haar oder bereits vorangeschrittenem Haarausfall schon ein Verlust von deutlich weniger Haaren die Haare lichtet.
Formen von Haarausfall
Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall, die wichtigsten sind
- anlagebedingter Haarausfall
- telogener Haarausfall
- alopecia areata
Der anlagebedingte (vererbte) Haarausfall ist die am weitesten verbreitete Form. Medizinisch gesehen handelt es hier nicht um eine Krankheit, sondern wie der Name schon sagt um eine Veranlagung, die Haare frühzeitig zu verlieren. Auch wenn gesundheitlich betrachtet keine Schäden entstehen, so ist die Belastung durch den Haarausfall für die psychische und das Wohlbefinden der Betroffenen massiv. Der anlagebedingte Haarausfall kann insbesondere beim Mann schon im Teenager-Alter einsetzen und schon wenige Jahre später deutlich sichtbare kahle Stellen auf der Kopfhaut hinterlassen, Glatze genannt. Beim Mann sind typischerweise die ersten Signale die sogenannten Geheimratsecken.
Bei Frauen verläuft der Haarausfall nach einem anderen Muster. Er setzt später ein, meistens im Vorfeld oder im Verlauf der Wechseljahre. Der Haarausfall ist diffus und führt damit zu einer Ausdünnung der Haare, nur selten aber zu einer echten Glatze.
Die alopecia areata dagegen ist eine Krankheit des Immunsystems, die zu der Abstoßung der Haare in zunächst fleckenartiger Weise führt. Sie wird daher auch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet. Die genaue Ursache ist noch unbekannt, aber Untersuchungen belegen enge Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen des Immunsystems. In vielen Fällen verschwinden die kahlen Stellen wieder von selbst, bei anderen Betroffenen kann es aber auch zum vollständigen Ausfall der Haare am Kopf oder sogar am Körper kommen.